Triest und Friaul

Enrico Massetti – Übersetzung von Nina Lutnik
Triest und Friaul


Das ist ein Reisefuehrer fuer Ausfluege ins italienische Friaul: der Weg fuehrt uns durch Grado, Lignano, Aquileia, Triest, Pordenone, Udine und bringt uns bis in die Berge des Friauls, die Karnischen Alpen, Tarvis und Sequals.

Wenn Sie eine Tour durch Europa planen, sollten Sie die Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten Italiens, an der Grenze zu Österreich und Slowenien, in Betracht ziehen. Der Einfachheit halber kürzen wir den vollen Namen der Region mit Friaul ab. Diese schöne Region kann ein idealer Urlaubsort sein. Sie können hier klassisches italienisches Essen und andere Spezialitäten bekommen und das alles mit feinem Wein aus der Region runterspülen. Während Friaul keineswegs von Touristen unentdeckt ist, werden Sie normalerweise nicht mit Menschenmassen kämpfen müssen, um zu sehen, was Sie wollen. Wie die meisten Regionen Italiens hat es im Laufe der Jahre zu vielen Nationen gehört. Die Region bleibt multikulturell, eine außergewöhnliche Mischung aus italienischen, österreichischen und slawischen Einflüssen.

Triest ist mit etwa zweihunderttausend Einwohnern die größte Stadt der Region. Als Haupthafen der österreichisch-ungarischen Monarchie war Triest definitiv ein Teil von Mitteleuropa. Erst 1954 kam Triest zu Italien. Man kann sich leicht vorstellen, dass Triest mit einer solch einzigartigen Geschichte ein ziemlich einzigartiger Ort ist, den man besuchen sollte. Ist es auch.

Sobald Sie in Triest ankommen, werden Sie die allgegenwärtigen Kaffeehäuser bemerken. Zu den bekanntesten gehört das Antico Caffe San Marco. Wie es sich für eine internationale Stadt gehört, beherbergt Triest eine Vielzahl von historischen religiösen Gebäuden, die viele Glaubensrichtungen repräsentieren. Die serbisch-orthodoxe Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit und des Heiligen Spyridion, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, zeigt einen starken byzantinischen Einfluss. Gehen Sie hinein und schauen Sie sich die schönen Fresken und Ikonen an. Der israelitische Tempel von Triest, etwas mehr als ein Jahrhundert alt, ist die größte Synagoge Italiens. Die Kathedrale von Triest, die dem Schutzpatron der Stadt, San Guisto (Sankt Justus), gewidmet ist, der zu Beginn des vierten Jahrhunderts gemartert wurde, wurde ursprünglich im sechsten Jahrhundert auf römischen Ruinen gebaut. Sie liegt neben der gleichnamigen Burg. Ein Spaziergang auf ihren Wällen bietet einen hervorragenden Blick auf die Stadt und ihre Umgebung. Es gibt keinen Mangel an anderen Kirchen und Museen, die Sie besuchen können.

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